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Wie die Zwei-Faktor-Anmeldung vor Hackern schützt – einfach erklärt

Fast jeder nutzt heute das Internet. Wir schreiben E-Mails, bestellen in Online-Shops ein, verwalten unser Bankkonto oder bleiben mit Familie und Freunden in Kontakt. Für all diese Dienste benötigen wir ein Benutzerkonto mit einem Passwort. Viele Menschen glauben deshalb, dass ein gutes Passwort ausreicht, um ihre persönlichen Daten zu schützen.

Leider ist das heute nicht mehr der Fall. Cyberkriminelle versuchen täglich, Passwörter zu stehlen – zum Beispiel durch gefälschte E-Mails, unsichere Internetseiten oder Datenlecks bei Unternehmen. Gelangt ein Passwort in die falschen Hände, können Fremde oft auf persönliche Informationen zugreifen oder sogar die Kontrolle über ein Benutzerkonto übernehmen.

Zum Glück gibt es eine einfache und sehr wirksame Möglichkeit, sich besser zu schützen: die Zwei-Faktor-Anmeldung. Sie sorgt dafür, dass neben dem Passwort noch eine zweite Sicherheitsabfrage erforderlich ist. Dadurch reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr aus, um sich anzumelden.

Viele Menschen schrecken zunächst vor dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme zurück. Sie befürchten, dass die Einrichtung kompliziert ist oder die Anmeldung künftig deutlich länger dauert. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Einrichtung gelingt meist in wenigen Minuten, und die tägliche Anmeldung dauert oft nur wenige Sekunden länger. Dafür steigt die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten erheblich.

In diesem Artikel erfahren Sie leicht verständlich, was die Zwei-Faktor-Anmeldung ist, wie sie funktioniert und warum sie heute zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen im Internet gehört. Sie werden sehen: Mit einer kleinen Änderung können Sie Ihre E-Mail, Ihr Online-Banking und viele weitere Benutzerkonten deutlich besser vor Hackern schützen.

Was bedeutet Zwei-Faktor-Anmeldung?

Die Zwei-Faktor-Anmeldung ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, die Ihre Benutzerkonten besser vor unbefugtem Zugriff schützt. Der Name klingt auf den ersten Blick etwas kompliziert, das Prinzip dahinter ist jedoch ganz einfach.

Bei einer normalen Anmeldung geben Sie lediglich Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihr Passwort ein. Sind beide Angaben richtig, erhalten Sie sofort Zugriff auf Ihr Konto. Das Problem dabei ist: Kennt eine andere Person Ihr Passwort, kann sie sich genauso einfach anmelden wie Sie selbst. Das Passwort ist in diesem Fall der einzige Schutz.

Genau hier setzt die Zwei-Faktor-Anmeldung an. Nach der Eingabe des Passworts wird eine zweite Sicherheitsprüfung verlangt. Erst wenn auch dieser zweite Nachweis erfolgreich bestätigt wurde, wird der Zugang zum Benutzerkonto freigegeben. Dadurch reicht ein gestohlenes oder erratenes Passwort allein nicht mehr aus.

Die beiden Sicherheitsfaktoren stammen dabei aus unterschiedlichen Bereichen. Der erste Faktor ist etwas, das Sie wissen, also Ihr Passwort. Der zweite Faktor ist etwas, das Sie besitzen, beispielsweise Ihr Smartphone, auf dem ein Bestätigungscode angezeigt wird oder auf dem Sie die Anmeldung mit einem Fingertipp bestätigen. Manche Geräte nutzen auch einen Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung als zusätzlichen Schutz.

Man kann sich das wie bei einer Wohnung vorstellen. Der Haustürschlüssel allein reicht nicht aus. Zusätzlich benötigen Sie noch einen zweiten Schlüssel oder einen Zahlencode. Erst wenn beide Sicherheitsmerkmale vorhanden sind, lässt sich die Tür öffnen. Fehlt einer der beiden, bleibt die Tür verschlossen.

Ein weiteres Beispiel ist eine Bankkarte. Mit der Karte allein können Sie am Geldautomaten kein Geld abheben. Erst wenn Sie zusätzlich die richtige PIN eingeben, wird die Auszahlung freigegeben. Auch hier sind zwei verschiedene Nachweise erforderlich. Genau nach diesem Prinzip arbeitet die Zwei-Faktor-Anmeldung im Internet.

Viele bekannte Internetdienste bieten diese zusätzliche Sicherheit inzwischen kostenlos an. Dazu gehören E-Mail-Anbieter, Online-Banking, soziale Netzwerke, Online-Shops und Cloud-Dienste. Die Aktivierung dauert meist nur wenige Minuten, erhöht den Schutz Ihrer persönlichen Daten aber erheblich. Gerade für Menschen, die ihre Konten möglichst sicher halten möchten, gehört die Zwei-Faktor-Anmeldung heute zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen überhaupt.

Warum reicht ein gutes Passwort heute oft nicht mehr aus?

Viele Menschen gehen davon aus, dass ein langes und sicheres Passwort ausreicht, um ihre persönlichen Daten zu schützen. Tatsächlich ist ein starkes Passwort auch heute noch eine wichtige Grundlage für die Sicherheit im Internet. Es sollte möglichst lang sein, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten und nicht leicht zu erraten sein.

Dennoch gibt es ein Problem: Selbst das beste Passwort kann gestohlen werden. Cyberkriminelle nutzen dafür verschiedene Methoden. Sie verschicken beispielsweise gefälschte E-Mails, die täuschend echt aussehen und Nutzer dazu verleiten sollen, ihre Zugangsdaten auf einer nachgemachten Internetseite einzugeben. Diese Betrugsmasche wird als Phishing bezeichnet.

Eine weitere Gefahr sind sogenannte Datenlecks. Dabei gelingt es Angreifern, die Daten von Unternehmen oder Internetdiensten zu stehlen. Häufig befinden sich darunter auch Benutzernamen und Passwörter von Millionen Kunden. Solche Vorfälle kommen leider immer wieder vor. Haben Sie dasselbe Passwort auch auf anderen Internetseiten verwendet, können Kriminelle versuchen, sich dort ebenfalls anzumelden.

Viele Menschen nutzen aus Bequemlichkeit ein Passwort für mehrere Konten oder ändern ihre Passwörter über viele Jahre nicht. Das ist verständlich, denn niemand kann sich dutzende verschiedene Passwörter leicht merken. Für Cyberkriminelle ist genau das jedoch eine große Chance. Sobald sie ein Passwort kennen, testen sie es oft automatisch bei E-Mail-Konten, Online-Shops oder sozialen Netzwerken. Gelingt die Anmeldung, können sie auf persönliche Daten zugreifen oder sogar das Benutzerkonto übernehmen.

Hinzu kommt, dass Passwörter manchmal auch versehentlich in falsche Hände geraten. Vielleicht wurde das Passwort auf einem fremden Computer gespeichert oder jemand hat beim Eingeben zugesehen. In all diesen Fällen hilft selbst das stärkste Passwort nicht mehr, denn es ist bereits bekannt.

Genau aus diesem Grund wurde die Zwei-Faktor-Anmeldung entwickelt. Sie fügt eine zweite Sicherheitsebene hinzu. Selbst wenn Kriminelle Ihr Passwort kennen, können sie sich nicht einfach anmelden. Nach der Passworteingabe wird nämlich ein weiterer Nachweis verlangt, beispielsweise ein Bestätigungscode auf Ihrem Smartphone oder eine Freigabe in einer App.

Da Betrüger diesen zweiten Sicherheitsnachweis normalerweise nicht besitzen, bleibt Ihr Benutzerkonto geschützt. Die Zwei-Faktor-Anmeldung wirkt deshalb wie ein zusätzliches Schloss an Ihrer Haustür. Selbst wenn jemand den ersten Schlüssel besitzt, kommt er ohne den zweiten nicht hinein.

Aus diesem Grund empfehlen Sicherheitsexperten heute nicht nur ein starkes Passwort, sondern zusätzlich die Zwei-Faktor-Anmeldung. Erst die Kombination aus beiden Schutzmaßnahmen bietet einen deutlich höheren Schutz vor den häufigsten Angriffen im Internet.

Wie funktioniert die Zwei-Faktor-Anmeldung?

Die Zwei-Faktor-Anmeldung ist einfacher, als viele Menschen zunächst denken. Im Alltag merken Sie oft kaum einen Unterschied zur normalen Anmeldung. Der einzige zusätzliche Schritt besteht darin, nach dem Passwort einen zweiten Sicherheitsnachweis zu bestätigen.

Zunächst melden Sie sich wie gewohnt mit Ihrem Benutzernamen oder Ihrer E-Mail-Adresse sowie Ihrem Passwort an. Sind diese Angaben korrekt, erfolgt jedoch nicht sofort der Zugriff auf Ihr Benutzerkonto. Stattdessen fordert die Internetseite oder die App einen zweiten Nachweis an. Erst wenn auch dieser erfolgreich bestätigt wurde, wird die Anmeldung abgeschlossen.

Am häufigsten erhalten Sie einen sechsstelligen Zahlencode auf Ihr Smartphone. Dieser Code ist nur für kurze Zeit gültig und kann nur einmal verwendet werden. Sie lesen den Code auf Ihrem Smartphone ab und geben ihn anschließend auf der Internetseite ein. Stimmen Passwort und Code überein, erhalten Sie Zugriff auf Ihr Konto.

Bei vielen modernen Diensten ist die Anmeldung sogar noch einfacher. Statt einen Code einzugeben, erscheint auf Ihrem Smartphone eine Nachricht mit der Frage, ob Sie sich gerade anmelden möchten. Mit einem Fingertipp auf „Bestätigen“ oder „Ja“ wird die Anmeldung freigegeben. Nur wenn Sie diese Bestätigung selbst durchführen, wird der Zugang erlaubt.

Einige Anbieter verwenden dafür eine sogenannte Authenticator-App. Diese App erzeugt automatisch neue Sicherheitscodes, die sich etwa alle 30 Sekunden ändern. Da die Codes ständig wechseln, können sie von Betrügern kaum missbraucht werden. Andere Dienste senden den Sicherheitscode per SMS. Beide Verfahren bieten einen deutlich besseren Schutz als ein Passwort allein.

Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass Cyberkriminelle nicht nur Ihr Passwort kennen müssten, sondern zusätzlich auch Zugriff auf Ihr Smartphone benötigen würden. Da sich das Smartphone normalerweise in Ihrem Besitz befindet, scheitern die meisten Angriffsversuche bereits an dieser zweiten Sicherheitsprüfung.

Viele Menschen befürchten, dass die Anmeldung dadurch umständlich oder zeitaufwendig wird. In der Praxis dauert dieser zusätzliche Schritt meist nur wenige Sekunden. Dafür erhöht sich die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten erheblich. Besonders bei wichtigen Konten wie Ihrer E-Mail, Ihrem Online-Banking oder Ihrem Kundenkonto in einem Online-Shop lohnt sich dieser kleine Mehraufwand.

Nach der ersten Einrichtung läuft die Zwei-Faktor-Anmeldung bei den meisten Anbietern sehr komfortabel. Nutzen Sie regelmäßig denselben Computer oder Ihr eigenes Smartphone, erkennen viele Dienste das Gerät wieder. In diesem Fall müssen Sie den zweiten Sicherheitsnachweis oft nur bei einer Anmeldung auf einem neuen Gerät oder nach längerer Zeit erneut bestätigen.

Die Zwei-Faktor-Anmeldung verbindet somit hohen Schutz mit einfacher Bedienung. Mit nur wenigen zusätzlichen Sekunden sorgen Sie dafür, dass Ihre persönlichen Daten deutlich besser vor Hackern und Betrügern geschützt sind.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag

Viele technische Begriffe wirken auf den ersten Blick kompliziert. Tatsächlich lässt sich die Zwei-Faktor-Anmeldung jedoch ganz leicht mit einer Alltagssituation vergleichen.

Stellen Sie sich vor, jemand findet Ihren Haustürschlüssel. Wenn Ihre Wohnung nur mit diesem einen Schlüssel gesichert wäre, könnte die Person die Tür problemlos aufschließen und Ihre Wohnung betreten. Der gefundene Schlüssel allein würde ausreichen, um Zugang zu erhalten.

Nun stellen Sie sich vor, Ihre Haustür wäre zusätzlich mit einem Zahlenschloss ausgestattet. Nachdem der Schlüssel ins Schloss gesteckt wurde, müsste außerdem noch ein geheimer Zahlencode eingegeben werden. Erst wenn sowohl der Schlüssel als auch der richtige Code vorhanden sind, öffnet sich die Tür.

Genau nach diesem Prinzip funktioniert die Zwei-Faktor-Anmeldung im Internet. Ihr Passwort ist der erste Schlüssel. Der zweite Sicherheitsnachweis – zum Beispiel ein Bestätigungscode auf Ihrem Smartphone oder eine Freigabe in einer App – entspricht dem Zahlenschloss. Erst wenn beide Sicherheitsmerkmale zusammenpassen, erhalten Sie Zugriff auf Ihr Benutzerkonto.

Ein weiteres gutes Beispiel ist das Online-Banking. Ihre Bankkarte allein genügt nicht, um Geld am Geldautomaten abzuheben. Zusätzlich müssen Sie Ihre persönliche PIN eingeben. Erst wenn Karte und PIN zusammenpassen, wird das Geld ausgezahlt. Die Zwei-Faktor-Anmeldung arbeitet nach demselben Sicherheitsprinzip.

Auch beim Bezahlen im Internet kennen viele Menschen dieses Verfahren bereits. Bei manchen Kreditkartenzahlungen erhalten Sie eine Nachricht auf Ihr Smartphone und müssen den Einkauf dort noch einmal bestätigen. Erst danach wird die Zahlung ausgeführt. Damit soll verhindert werden, dass jemand mit gestohlenen Kartendaten auf Ihre Kosten einkauft.

Diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen haben alle dasselbe Ziel: Selbst wenn Kriminelle einen Teil Ihrer Zugangsdaten kennen oder gestohlen haben, können sie wichtige Aktionen nicht ohne den zweiten Sicherheitsnachweis durchführen.

Genau deshalb gilt die Zwei-Faktor-Anmeldung heute als eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen gegen den unbefugten Zugriff auf Benutzerkonten. Sie schafft eine zweite Sicherheitsbarriere, die für ehrliche Nutzer kaum Aufwand bedeutet, für Cyberkriminelle jedoch ein großes Hindernis darstellt. Mit wenigen Sekunden zusätzlicher Zeit können Sie Ihre persönlichen Daten deutlich besser schützen.

Wo sollten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten?

Grundsätzlich gilt: Überall dort, wo wichtige persönliche Daten gespeichert sind oder ein Missbrauch großen Schaden anrichten könnte, sollten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung aktivieren. Viele bekannte Internetdienste bieten diese zusätzliche Sicherheitsfunktion inzwischen kostenlos an. Es lohnt sich, diese Möglichkeit zu nutzen, denn der Schutz Ihrer Benutzerkonten wird dadurch deutlich verbessert.

An erster Stelle steht Ihr E-Mail-Konto. Es ist gewissermaßen der Schlüssel zu vielen anderen Online-Konten. Wenn Cyberkriminelle Zugriff auf Ihre E-Mails erhalten, können sie häufig Passwörter anderer Dienste zurücksetzen. Viele Internetseiten senden einen Link zum Zurücksetzen des Passworts direkt an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Gelangen Betrüger an Ihr E-Mail-Konto, können sie deshalb oft auch Ihr Kundenkonto im Online-Shop, Ihre sozialen Netzwerke oder andere wichtige Konten übernehmen. Aus diesem Grund sollte das E-Mail-Konto immer besonders gut geschützt sein.

Ebenso wichtig ist die Zwei-Faktor-Anmeldung beim Online-Banking. Hier geht es nicht nur um persönliche Daten, sondern auch um Ihr Geld. Banken setzen bereits seit vielen Jahren auf zusätzliche Sicherheitsabfragen, um unberechtigte Überweisungen zu verhindern. Aktivieren Sie diese Schutzfunktion immer, wenn Ihre Bank sie anbietet.

Auch bei sozialen Netzwerken ist die Zwei-Faktor-Anmeldung sehr sinnvoll. Wird ein Konto übernommen, können Betrüger in Ihrem Namen Nachrichten verschicken, falsche Beiträge veröffentlichen oder versuchen, Ihre Freunde und Familienmitglieder zu täuschen. Mit der zusätzlichen Sicherheitsabfrage sinkt das Risiko einer Kontoübernahme erheblich.

Online-Shops enthalten häufig persönliche Informationen wie Ihren Namen, Ihre Anschrift, Ihre Bestellhistorie oder gespeicherte Zahlungsarten. Gelangen Fremde an diese Daten, können sie auf Ihre Kosten einkaufen oder Ihre persönlichen Informationen missbrauchen. Auch hier bietet die Zwei-Faktor-Anmeldung einen wirksamen zusätzlichen Schutz.

Viele Menschen speichern heute außerdem Fotos, Dokumente und wichtige Unterlagen in einer Cloud. Dort befinden sich oft Erinnerungen, private Dokumente oder sogar wichtige Verträge. Ein unbefugter Zugriff kann deshalb sehr unangenehm sein. Mit der Zwei-Faktor-Anmeldung verhindern Sie, dass Unbefugte allein mit Ihrem Passwort auf diese Daten zugreifen können.

Falls Sie beruflich einen Computer nutzen, sollten Sie auch geschäftliche Benutzerkonten mit dieser zusätzlichen Sicherheitsfunktion absichern. Dazu gehören beispielsweise Programme für E-Mails, Videokonferenzen, Kundendaten oder die Zusammenarbeit mit Kollegen. Ein erfolgreiches Hackerangriff auf ein Firmenkonto kann nicht nur persönliche Daten gefährden, sondern auch dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Ich habe doch nichts Wichtiges auf meinen Konten.“ Tatsächlich sehen Cyberkriminelle das oft anders. Selbst scheinbar unwichtige Benutzerkonten können genutzt werden, um Spam zu versenden, weitere Angriffe vorzubereiten oder persönliche Daten zu sammeln. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst alle wichtigen Konten mit der Zwei-Faktor-Anmeldung zu schützen.

Je mehr Ihrer wichtigen Benutzerkonten mit dieser zusätzlichen Sicherheitsstufe ausgestattet sind, desto besser sind Ihre persönlichen Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die Einrichtung dauert meist nur wenige Minuten, kann Ihnen im Ernstfall aber viel Ärger, Zeit und möglicherweise auch finanzielle Schäden ersparen.

Ist die Zwei-Faktor-Anmeldung kompliziert?

Viele Menschen sind zunächst etwas unsicher, wenn sie zum ersten Mal von der Zwei-Faktor-Anmeldung hören. Der Begriff klingt technisch und kompliziert. Manche befürchten, dass die Einrichtung viel Zeit kostet oder dass sie bei jeder Anmeldung zahlreiche zusätzliche Schritte durchführen müssen. Diese Sorge ist jedoch in den meisten Fällen unbegründet.

Die meisten Internetseiten und Apps erklären die Einrichtung Schritt für Schritt. Oft genügt es, in den Kontoeinstellungen den Bereich „Sicherheit“ oder „Anmeldung“ zu öffnen und die Zwei-Faktor-Anmeldung zu aktivieren. Anschließend werden Sie durch den gesamten Vorgang geführt. Sie müssen lediglich den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.

Die eigentliche Einrichtung dauert häufig nur wenige Minuten. Danach ist die zusätzliche Sicherheitsfunktion dauerhaft aktiv und schützt Ihr Benutzerkonto bei jeder Anmeldung. Viele Anbieter bieten außerdem verständliche Erklärungen und Bilder an, sodass auch Menschen ohne große Computerkenntnisse die Einrichtung problemlos schaffen.

Im täglichen Gebrauch merken Sie kaum einen Unterschied. Nachdem Sie Ihr Passwort eingegeben haben, erhalten Sie einen kurzen Sicherheitscode oder eine Benachrichtigung auf Ihr Smartphone. Mit einem Blick auf den Code oder einem einfachen Fingertipp bestätigen Sie, dass Sie sich tatsächlich anmelden möchten. Anschließend wird der Zugang sofort freigegeben.

Viele Dienste erkennen außerdem Ihre eigenen Geräte wieder. Wenn Sie sich regelmäßig mit Ihrem privaten Computer oder Smartphone anmelden, müssen Sie den zweiten Sicherheitsnachweis oft nicht bei jeder Anmeldung erneut eingeben. Erst wenn Sie ein neues Gerät verwenden oder sich von einem anderen Ort aus anmelden, wird die zusätzliche Bestätigung wieder verlangt. Dadurch bleibt die Anmeldung komfortabel und gleichzeitig sicher.

Natürlich dauert die Anmeldung durch diesen zusätzlichen Schritt ein paar Sekunden länger. Vergleicht man diesen kleinen Zeitaufwand jedoch mit den möglichen Folgen eines gehackten Benutzerkontos, wird schnell deutlich, wie sinnvoll die Zwei-Faktor-Anmeldung ist. Ein gestohlenes E-Mail-Konto, ein missbrauchtes Online-Banking oder ein übernommenes Benutzerkonto in einem sozialen Netzwerk können viel Zeit, Ärger und unter Umständen sogar Geld kosten.

Denken Sie an das Anschnallen im Auto. Das Anlegen des Sicherheitsgurtes dauert nur wenige Sekunden, trotzdem würde heute kaum jemand freiwillig darauf verzichten. Die Zwei-Faktor-Anmeldung funktioniert nach demselben Prinzip. Der zusätzliche Aufwand ist sehr gering, der Sicherheitsgewinn dagegen enorm.

Lassen Sie sich deshalb nicht von dem technischen Namen abschrecken. Die Zwei-Faktor-Anmeldung gehört heute zu den einfachsten und gleichzeitig wirksamsten Maßnahmen, um Ihre persönlichen Daten im Internet zu schützen. Schon wenige Minuten für die Einrichtung können dazu beitragen, dass Ihre Benutzerkonten langfristig deutlich sicherer sind.

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